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Ratgeber E-Mobilität

THG-Quote: Zusatzerlöse für E-Fuhrpark und Ladepunkte

Unternehmen mit Elektrofahrzeugen oder öffentlichen Ladepunkten können jedes Jahr Treibhausgas-Einsparungen verkaufen. Seit 2026 lohnt sich das wieder deutlich mehr – wenn Messung, Meldung und Fristen stimmen.

THG-Potenzial prüfen
Stand November 2026Die gesetzliche THG-Quote liegt 2026 bei rund 12 % und soll bis 2040 schrittweise deutlich steigen. Die Erlöse werden am Markt gebildet und schwanken – die Angaben hier sind Orientierungswerte, keine Zusage.

Was ist die THG-Quote?

Wer in Deutschland Benzin und Diesel verkauft, muss die Treibhausgasemissionen seiner Kraftstoffe jedes Jahr um einen gesetzlichen Prozentsatz senken. Schafft er das nicht selbst, kann er Einsparungen anderer zukaufen – zum Beispiel aus Strom, mit dem Elektrofahrzeuge fahren. Genau diese Einsparungen können Halter von E-Fahrzeugen und Betreiber öffentlicher Ladepunkte verkaufen.

Seit 2026 ist der Markt wieder attraktiver: Die Quote ist gestiegen, und die Doppelanrechnung bestimmter Biokraftstoffe ist entfallen. Dadurch sind die Erlöse gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen.

Zwei Wege für Unternehmen

Weg 1E-Fahrzeuge im FuhrparkFür jedes zugelassene Elektrofahrzeug gibt es einmal im Jahr eine pauschale Prämie. Die Abwicklung läuft über einen Quotendienstleister, Grundlage ist der Fahrzeugschein. 2026 lagen die Prämien für E-Pkw bei rund 250 bis 400 Euro je Fahrzeug.
Weg 2Öffentliche LadepunkteWer einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt betreibt, kann den dort geladenen Strom anrechnen lassen. Erwartet werden 2026 je nach Modell rund 8 bis 15 Cent pro kWh – bei gut genutzten Ladepunkten mehrere hundert bis über tausend Euro pro Jahr und Ladepunkt.

Worauf es bei Ladepunkten ankommt

Die THG-Quote im Gesamtbild

Die THG-Erlöse sind ein willkommener Zusatz, aber selten der Hauptgrund für eine Investition. Entscheidend ist das Zusammenspiel: Ladepunkte verursachen Lastspitzen und damit Netzentgelte, können über § 14a günstiger angeschlossen werden und lassen sich mit PV, Speicher und einem dynamischen Tarif kombinieren. Erst die Gesamtrechnung zeigt, ob sich ein öffentlicher Ladepunkt für Ihren Standort lohnt.

Unser Tipp

Fragen Sie bei Quotendienstleistern nach Festpreis und variablem Modell. Ein Festpreis gibt Planungssicherheit, ein variables Modell kann in guten Jahren mehr bringen. Wir vergleichen die Angebote herstellerunabhängig für Sie.

Häufige Fragen

Bekommen Unternehmen die THG-Prämie für Firmenwagen?

Ja. Jedes zugelassene reine Elektrofahrzeug ist prämienberechtigt, egal ob privat oder auf ein Unternehmen zugelassen.

Zählt die Wallbox auf dem Firmenparkplatz?

Nur wenn sie öffentlich zugänglich und im Ladesäulenregister eingetragen ist. Ladepunkte nur für Mitarbeitende zählen in der Regel nicht.

Wie hoch ist die Prämie im nächsten Jahr?

Das ist offen. Der Quotenmarkt schwankt stark. Mittelfristig spricht die steigende gesetzliche Quote eher für stabile Erlöse.

Ist die THG-Prämie steuerpflichtig?

Bei Unternehmen ist sie in der Regel eine Betriebseinnahme. Klären Sie die steuerliche Behandlung mit Ihrer Steuerberatung.

Weitere Themen

§ 14a EnWG → Dynamischer Stromtarif → PV & Speicher → Alle Ratgeber-Artikel →

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Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Netzentgelte, § 14a und THG-Erlöse für Ihren Standort zusammen.

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